Obersalzberg
Der Obersalzberg ist ein von Wiesen und Wäldern bedeckter rund 900 bis 1000 m hoher Bergrücken, der sich am Ostrand des Marktes Berchtesgaden zum Kehlstein (1834 m) und "Hohen Göll" (2522 m) hin erhebt. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Obersalzberg ein von Fremdenverkehr geprägtes Bergbauerndorf.

Ab 1923 zunächst Hitlers Feriendomizil, erwarb Adolf Hitler 10 Jahre später mit dem "Haus Wachenfeld", das er bereits seit 1928 gemietet hatte, seinen eigenen Wohnsitz. Nach der Machtergreifung war das bescheidene Landhaus für die neuen Ansprüche zu klein, sodass Hitler das Anwesen bis 1936 zu einer repräsentativen Residenz - dem sogenannten Berghof - aus- und umbauen ließ. Dies war der Startschuss für die Verwandlung des abgelegenen Bergdorfes in das sog. "Führersperrgebiet" mit Repräsentations- und infrastrukturellen Funktionsbauten, eine zweite Schaltstelle der Macht neben Berlin, wo wichtige politische Entscheidungen, auch über Krieg und Frieden und den Holocaust, geplant und getroffen wurden.

Nach 1945 stand der Obersalzberg ganz im Schatten seiner Rolle in der NS-Zeit. Ein einfaches Anknüpfen an die Tradition des gehobenen Ferien- und heilklimatischen Höhenkurorts wie vor 1933 war nicht möglich.

Heute wird der Obersalzberg zunehmend ganzheitlich als historischer Ort gesehen. Neben der Dokumentation Obersalzberg als dem zentralen Lern- und Erinnerungsort wird der Obersalzberg vor allem vom Tourismus geprägt. Hierfür stehen in erster Linie das Kehlsteinhaus mit Kehlsteinstraße sowie das "Fünf Sterne Superior Mountain-Resort", das Intercontinental Berchtesgaden.

Bis auf das Kehlsteinhaus sind fast keine "authentischen" Gebäude aus dem Dritten Reich mehr vorhanden.

Bildquelle und zusätzliche Informationen finden Sie unter: www.obersalzberg.de
Adresse und Kontaktinformationen:
Dokumentation Obersalzberg Salzbergstr. 41
83471 Berchtesgaden Deutschland
Tel: +49 (0) 8652 / 947960